Feuerlöscher
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- Veröffentlicht am Dienstag, 12. April 2011 14:15
- Geschrieben von Phillipp Lüning
Die Feuerlöscher sind ein Teil des vorbeugenden Brandschutzes und auf dieser Seite werden nicht die entsprechenden Vorschriften zitiert, sondern hier findet man einige Informationen zum Einsatzgebiet und Handhabung der Feuerlöscher.
In den ersten Minuten eines Entstehungsbrandes kann mit verhältnismäßig geringen Aufwand und wenigen Mitteln ein Feuer erfolgreich bekämpft werden.
Dies ist somit auch der beste Zeitpunkt für den Einsatz des Feuerlöschers.
Die meisten Feuerlöscher sind tragbare und betriebsfertige Kleinlöschgeräte mit einem Eigengewicht von höchsten 20 Kg (Kenngruppe P2). Sie enthalten alle notwendigen Komponenten (Treib- und Löschmittel) für ihren Einsatz. Sie werden zwar auch von Feuerwehrleuten eingesetzt, aber hauptsächlich von Laien. Sie sind in ihrer Bedienung einfach zu handhaben und eine Bedienungsanleitung ist auf ihnen angebracht.
Einsatzgebiet der Feuerlöscher
Die Feuerlöscher werden nach DIN EN3 (früher DIN 14406) in 4 verschiedene Einsatzgebiete unterteilt.
| Brandklasse | Bemerkung |
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feste, glutbildende Stoffe (Holz, Kohle, Papier, Stroh, Kunststoffe, ...)
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brennbare, flüssige oder flüssig werdende Stoffe (Benzin, Öle, Lacke, Alkohol, Farben, Wachs ...) |
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unter Druck austretende, brennbare Gase (Stadtgas, Propan, Methan, Wasserstoff, Acetylen, ...) |
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brennbare Metalle (Aluminium, Magnesium, Natrium, Kalium, ... )
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Brände von Speiseölen/-fetten (pflanzliche oder tierische Öle und Fette) in Frittier- und Fettbackgeräten und anderen Kücheneinrichtungen. |
Feuerlöscher werden nicht nur in der einzusetzenden Brandklasse, sondern auch in ihren Löschmitteln unterschieden.
Wasserlöscher können nur in der Brandklasse A (glutbildende feste Stoffe) eingesetzt werden. Sie verursachen mit ihren max. 9 l Wasser einen geringen Wasserschaden und haben eine kühlende Löschwirkung. Beim Einsatz von Wasserlöscher ist laut VDE in elektr. Anlagen bei Niederspannung (unter 1000 V) ein Sicherheitsabstand von mind. 1 m einzuhalten. Der Einsatz bei Hochspannung (über 1000 V) ist nicht zulässig.
Schaumlöscher können in den Brandklasse A (glutbildende feste Stoffe) und Brandklasse B (brennbare, flüssige Stoffe) eingesetzt werden. Durch das Schaummittel im Löschwasser wird die Oberflächenspannung des Wassers herabgesetzt und kann somit besser als Wasser in dicht gepresste Stoffe eindringen. Sie verursachen mit ihren max. 9 l Wasser einen geringen Wasserschaden und haben eine kühlende Löschwirkung. Bei Flüssigkeiten wird der Dampfdruck soweit abgesenkt, dass die brennbare Flüssigkeit keine ausreichende Menge brennbare Dämpfe mehr produzieren kann. Weiterhin bildet das Schaummittel einen sauerstoffundurchlässigen Schaumteppich. Beim Einsatz von Schaumlöscher ist laut VDE in elektr. Anlagen bei Niederspannung (unter 1000 V) ein Sicherheitsabstand von mind. 1 m einzuhalten. Der Einsatz bei Hochspannung (über 1000 V) ist nicht zulässig.
Pulverlöscher haben eine große Löschwirkung in den auf dem Feuerlöscher angegebenen Brandklassen. Ein Nachteil ist allerdings die Verschmutzung der Umgebung durch das Löschpulver. In Abhängigkeit der verschiedenen Löschpulverklassen werden Pulverlöscher in folgende Gewichtsgrößen angeboten: 1 kg, 2 kg, 4 kg, 6 kg, 9 kg, 12 kg
Beim Einsatz von Pulverlöscher ist laut VDE in elektr. Anlagen bei Niederspannung (unter 1000 V) ein Sicherheitsabstand von 1 m einzuhalten. Das Löschpulver (und somit auch der Feuerlöscher) wird für folgende Brandklassenkombinationen angeboten:
ABC-Pulverlöscher haben eine antikatalytische Löschwirkung. Weiterhin zersetzen sich einzelne Bestandteile des Pulvers. So bildet sich eine Glasurschicht die den Luftsauerstoff vom Brandgut trennt. Bedingt durch diese Glasurschicht dürfen ABC-Pulverlöscher nicht bei Hochspannung (über 1000 V) eingesetzt werden da.
BC-Pulverlöscher haben eine mechanische und antikatalytische Löschwirkung.
Bei Hochspannung (über 1000 V) ist ein Sicherheitsabstand von 3 - 5 m einzuhalten.
Pulverlöscher "D" mit Metallbrandpulver haben eine kühlende, erstickende und antikatalytische Löschwirkung und spielen innerhalb des vorbeugenden Brandschutzes kaum eine Rolle. Hierbei ist es wichtig zu wissen, dass je nach brennendem Metall einige Minuten vergehen können bis sicher der erste Löscherfolg einstellt.
Kohlendioxidlöscher werden in der Brandklasse B (brennbare, flüssige Stoffe) und Brandklasse C (brennbare Gase) z.B. in Küchen, Laboren und Rechenzentren eingesetzt. Kohlendioxid ist ein rückstandsfreies Löschmittel. Kohlendioxidlöscher haben eine erstickende Löschwirkung. Im Einsatz müssen sie laut VDE in elektr. Anlagen bei Niederspannung (unter 1000 V) ein Sicherheitsabstand von mind. 1 m einhalten. Bei Hochspannung (über 1000 V) ist ein Sicherheitsabstand von 3 - 5 m einzuhalten. Da das Löschmittel CO ² hauptsächlich erstickend wirkt ist in geschlossenen Räumen Vorsicht geboten bzw. darauf zu achten das der Bediener des Feuerlöschers ausreichend Sauerstoff zum Atmen hat.
Einteilung der Feuerlöscher nach ihrer Konstruktion
Der Aufladelöscher besteht aus dem Löschmittelbehälter und dem Treibgasbehälter. Wird eine Verbindung zwischen diesen beiden Behältern hergestellt, so strömt das Treibgas aus dem Treibmittelbehälter in den Löschmittelbehälter und der Feuerlöscher wird dadurch betriebsbereit.
Der Dauerdrucklöscher hat das Löschmittel und Treibgas in einem Löschmittelbehälter. Das Treibgas übt einen ständigen Druck (Permanentdruck) auf das Löschmittel aus. Wird die Auslöseeinrichtung betätigt, so wird das Löschmittel durch das Steigrohr und die Ausspritzdüse nach draußen gefördert.
Bei Feuerlöscher mit chemischer Druckerzeugung wird der Überdruck im Löschmittelbehälter mittels einer chemischen Reaktion das Treibgas (z.B. CO2) erzeugt. Die chemische Reaktion wird bei der Inbetriebsetzung des Feuerlöschers aktiviert.
Es gibt darüber hinaus Feuerlöscher bei dem das Gas gleichzeitig Löschmittel und Treibgas in einem ist. Sie bestehen aus einem Löschmittelbehälter und den entsprechenden Armaturen zur Löschmittelabgabe. Bei diesen Feuerlöschern darf das Löschmittel Halon wegen seiner Umweltbelastung (Ozonschicht) seit dem 01.01.1994 in der BRD nicht mehr verwendet werden.
Handhabung der Feuerlöscher
Den Feuerlöscher von der (Wand) Halterung nehmen und zum Feuer gehen.
Den Feuerlöscher gemäß der dauerhaft angebrachten Bedienungsanleitung betriebsbereit machen.
Vom Feuer etwas Abstand behalten, damit das Löschmittel seine volle Wirkung entfalten kann. Löschpistole mehrfach kurz betätigen, weil die Löschdauer des Feuerlöschers bei einem 6 kg Pulverlöschers auf ca. 9 Sekunden begrenzt ist. 
Weitere nützliche Informationen zum Feuerlöscher
Der Standort des Feuerlöschers ist mit folgendem Schild gekennzeichnet:
1. Den Notruf (112) mit den 5 W's vor dem Feuerlöscher Einsatz tätigen!
2. Löschmittelreserve zurückhalten da auch ein scheinbar gelöschter Brandherd rückzünden kann!
3. Feuerlöscher müssen in einem Abstand von zwei Jahren vom Hersteller oder einem Beauftragten überprüft werden.







