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Rauchmelder

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In Deutschland kommen jährlich etwa 600 Menschen bei Bränden ums Leben, ca. 70% davon nachts. Ein Großteil von ihnen stirbt an einer Rauchvergiftung. Viele dieser Menschen hätten überleben können, wenn sie in ihrer Wohnung einen Rauchmelder installiert hätten. Leider ist der Einbau von Rauchmeldern in Einfamilienhäuser derzeit nicht in allen Bundesländern Pflicht.

Hier nun ein paar Tipps rund um die Beschaffung und Installation von Rauchmeldern.

 

1. Was bewirkt ein Rauchmelder?

Im Falle einer Brand-/Rauchentwicklung löst der Rauchmelder sofort einen schrillen, unüberhörbaren Alarm aus, der Menschen sogar aus dem Tiefschlaf reißt und somit eine Selbstrettung möglich macht.

2. Welches ist der richtige Rauchmelder?

Die meisten Rauchmelder (RM) arbeiten nach dem so genannten Streulichtprinzip( optische RM). Der Melder erkennt über Lichtsignale den Brandrauch und löst das Warnsignal aus. Für Räume in denen z.B. mit Wasserdampf zu rechnen ist, empfiehlt es sich einen Wärmemelder zu installieren. Der ab einer bestimmten Temperatur (ca. 65°C) ebenfalls ein Warnsignal auslöst. Durch den Gebrauch eines solchen Wärmemelders wird die Gefahr eines störenden Fehlalarmes, z.B. durch Wasserdampf erheblich vermindert.

3. Wie viele Rauchmelder benötige ich?

Als Grundschutz sollte auf jeder Etage mindestens ein Rauchmelder an zentraler Stelle, z. B. im Flur angebracht sein. Weitere Melder sind in jedem Schlaf- und Kinderzimmer, sowie wenn möglich, im Keller und auf dem Dachboden zu installieren. Sind die zu überwachenden Bereiche sehr groß, besteht die Möglichkeit die Rauchmelder per Funk zu vernetzen. So werden im Brandfall auch die Melder alarmiert, die zunächst nicht unmittelbar mit Rauch beaufschlagt sind.

4. Worauf muss ich beim Kauf achten?

Die Feuerwehr empfiehlt den Kauf von (RM) die vom Verband d. Sachversicherer (VdS) nach der DIN EN 14604 anerkannt sind. Im Elektrofachhandel, bei Sicherheitsunternehmen oder bei Brandschutzfirmen erhalten Sie nicht nur Qualitätsprodukte, sondern auch kompetente Beratung für den richtigen Umgang mit Rauchmeldern. Verwenden Sie nur optische Rauchmelder, die folgende Merkmale erfüllen: - VdS-Prüfzeichen - Warnfunktion bei Nachlassen der Batterieleistung - Testknopf zur Funktionsüberprüfung - Rauch kann von allen Seiten gut in den Melder eindringen

5. Welche Besonderheiten gibt es?

Rauchmelder gibt es natürlich in unterschiedlichen Ausführungen. Bei anspruchsvollen Modellen lassen sich z.B. alle Melder über Kabel oder Funk miteinander vernetzen. Für Küche und Bad gibt es ebenso gesonderte Geräte wie für Hörgeschädigte.

6. Was ist bei der Montage zu beachten?

Rauchmelder grundsätzlich in der Raummitte bzw. mindestens 50 cm von Wänden entfernt. Montieren Sie ihn nicht in der Nähe von Luftschächten bzw. in starker Zugluft, nicht in der Dachspitze, nicht in Räumen, in denen normalerweise starker Dampf, Staub oder Rauch entsteht (Bad, Wirtschaftsgebäude) befestigen. Eine Stromversorgung über 240 V ist nicht notwendig, da der Melder über eine Batterie mit Strom versorgt wird.

7. Worauf muss ich unbedingt noch achten?

Zunächst ist die Bedienungsanleitung zu beachten. Kontrollieren Sie mindestens monatlich mit der Prüftaste, ob der Rauchmelder noch funktionstüchtig ist. Einmal pro Jahr sollte der Melder abgestaubt werden. Bewährt haben sich in jedem Fall Batterien mit langer Lebensdauer.

 

 

 

Rauchmelder in einer Kleinwohnung

Rauchmelder in einer Kleinwohnung
Bild: Zentralverband Elektrotechnik- und Elektroindustrie e.V.

Mindest- und bei Zimmergrößen bis 60 qm auch ausreichender Schutz ist ein Rauchmelder in der Zimmermitte. Bei größeren Einzimmerwohnungen empfiehlt sich ein weiteres Gerät.

 

 

Rauchmelder in einer 3-Zimmer-Wohnung

Rauchmelder in einer 3-Zimmer Wohnung
Bild: Zentralverband Elektrotechnik- und Elektroindustrie e.V.

Für den Mindestschutz installieren Sie einen Rauchmelder in möglichst zentraler Position, normalerweise im Flur sowie im Schlaf- und Kinderzimmer. Rauchmelder sollten im Flur in Küchentürnähe und/oder in der Küche mit Stummschaltung installiert werden. Optimalen Schutz erzielen Sie mit je einem Rauchmelder pro Zimmer und Flur.
Ausnahme: Räume, in denen Wasserdampf oder eine hohe Staubbelastung vorkommen.

 

 

Rauchmelder in einem mehrstöckigen Haus

Rauchmelder in einem mehrstöckigen Haus
Bild: Zentralverband Elektrotechnik- und Elektroindustrie e.V.

Für den Mindestschutz installieren Sie einen Rauchmelder pro Stockwerk in möglichst zentraler Position, normalerweise im Flur sowie im Schlaf- und Kinderzimmer. Rauchmelder sollten im Flur in Küchentürnähe und/oder in der Küche mit Stummschaltung installiert werden. Optimalen Schutz erzielen Sie, indem Sie jedes Zimmer und den Flur in jedem Stockwerk mit je einem Rauchmelder ausrüsten. Dabei sollten Keller und Dachboden nicht vergessen werden.

 

 

Rauchmelder mit Funkverbindung


Bild: Zentralverband Elektrotechnik- und Elektroindustrie e.V.

Rauchmelder die sich miteinander vernetzten lassen sind Ideal um große Gebäude wie etwa ein Mehrfamilienhaus zu überwachen. Durch die Vernetzung schlägt nicht nur der Rauchmelder im Brandbereich Alarm sondern gleichzeitig auch alle anderen an die Anlage angeschlossenen Melder.

Eine Informationsbroschüre können Sie >> hier << herunterladen.

   

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