Katastrophenwarnsystem für den Kreis Lippe 
KATWARN ist ein ergänzendes Warnsystem für den Kreis Lippe, das bei Unglücksfällen neben den allgemeinen Informationen der Polizei, Feuerwehren und in den Medien die betroffenen Bürgers per SMS oder E-Mail direkt informiert.
Die Warnungen werden im Gefahrenfall ausgegeben und enthalten Kurzinformationen zur Gefahr (z.B. Großbrände, Trinkwasserverunreinigungen, Gefahrgutunfälle, Stromausfälle, Bombenfunde, Explosionen und Pandemieausbrüche) sowie Verhaltensempfehlungen.
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Schlangen (WB). Schlangen soll eine neue Rettungswache am Standort des Feuerwehrgerätehauses an der Paderborner Straße erhalten. Diesen 1,12 Millionen Euro teuren Vorschlag stellte Bürgermeister Ulrich Knorr am Dienstagabend dem Ausschuss für Gemeindeentwicklung und Umwelt vor.
Anlass für die Überlegungen war das Provisorium, mit dem die Mitarbeiter der Rettungstageswache seit 1. Oktober leben müssen. Sie haben einen Aufenthaltsraum im Feuerwehrgerätehaus bezogen, der allerdings mitten im Gebäude liegt und nicht einmal Tageslicht hat. »Es ist nicht zumutbar, dort von 7 bis 22 Uhr seinen Dienst zu versehen«, sagte Knorr. Deshalb sei mit Stationierung des Rettungswagens klar gewesen, dass es 2013 einen Neubau der Rettungswache geben solle.
Es sei überlegt worden, einen Teil der 100 Jahre alten ehemaligen Wagenhalle der Straßenbahn zur Bruchstraße hin abzureißen und dort die Rettungswache mit Anschluss an die Feuerwache zu errichten. »Das würde uns 350000 Euro für Abriss und Neubau sowie weitere 350000 Euro für die energetische Sanierung des verbleibenden Feuerwehrgerätehauses kosten«, sagte Knorr. Da in der ehemaligen Wagenhalle sowie dem 60 Jahre alten mittleren Teil des Gebäudes die Wände sehr feucht seien, sehe die Verwaltung eine energetische Sanierung aber sehr kritisch. »Die Feuchtigkeit kommt aus der Bodenplatte. Packen wir das Gebäude jetzt außen ein, können wir zusehen, wie sich der Schimmel bildet«, meint Knorr.
Deshalb sei die Idee entstanden, komplett neu zu bauen. Dazu seien zunächst die Standorte Gewerbegebiet und Knickwiesen und die Möglichkeit, sich auf ein Feuerwehrgerätehaus zu konzentrieren, geprüft worden. »Es gibt aber keine Lösung, bei der wir die erforderlichen Einsatzzeiten von zehn Minuten im Gemeindegebiet einhalten können«, berichtete er.
Für einen Abriss des kompletten heutigen Gebäudes, inklusive des vor zehn Jahren angebauten Versammlungsraumes, und den Neubau, stellte Knorr folgende Rechnung auf: 320000 Euro für den Neubau der Fahrzeughalle, 370000 Euro für den Bau des Verwaltungsgebäudes, 142000 Euro für die Haustechnik, 115000 Euro für Bodenarbeiten und 75000 für den Abriss. »Das ergibt 1,12 Millionen Euro für ein neues Gebäude auf dem heutigen Stand der Technik«, sagte der Bürgermeister. Nicht eingerechnet seien bereits fest zugesagte Eigenleistungen der Feuerwehr. »Wir stehen dafür gerade, dass dieser Kostenrahmen passt«, versicherte Knorr den Ausschussmitgliedern.
Ein konkretes Finanzierungskonzept will er bei Haushaltsplanberatungen vorlegen, die am 7. Februar beginnen. Der Bürgermeister hofft, dass der Neubau mit Verabschiedung des Haushaltsplanes am 21. März beschlossen werden kann und fordert die Fraktionen auf, die kommende Zeit für intensive Beratungen zu nutzen. Dafür werde die Verwaltung den Politikern bei Bedarf auch Fachleute zur Seite stellen.
Quelle: www.westfalen-blatt.de
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